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Infos zum Ort Trieb

Trieb ist mit der Geschichte der Abtei Langheim eng verknüpft. Bereits bei der Gründung des Klosters von Langheim gehörte Trieb zu Kloster in Langheim.
Bis zur Säkularisation hatte die Abtei Langheim hier umfangreichen Eigenbau, z.B. den Gutshof links und das Schlösschen unten links.
1723/24 ließ Abt Gallus Knauer, der Erfinder des "Hundertjährigen Kalenders", das im Bauernkrieg zerstörte alte Schloss neu errichten. 1727 begann Knauer den Bau der Hofmeisterei. Beide Bauten wurden nach den Plänen des Coburger Architekten Johann Georg Brückner erstellt.
Das Schloss diente dem Sommeraufenthalt der Langheimer Äbte. Gut und Schloss sind jetzt im Privatbesitz der Familie Benecke.
Der Gutshof Naßanger, ein in Europa einmaliger Rundbau mit 365 Fenstern, war ebenfalls ehemaliger Besitz des Zisterzienserklosters Langheim.
Die kleinen runden Fenster in der Außenmauer erwecken den Anschein einer befestigten Anlage. Früher war der Hof mit einem Wassergraben umgeben,
Heute ist der Gutshof ebenfalls in Privatbesitz.
Die Karolinenhöhe, ebenfalls zu Trieb gehörend, ist ein beliebtes Ausflugsziel und ein ausgezeichnetes Speiselokal. Königin Karoline, die hier bei einer Durchreise verweilte, verlieh durch ein eigenhändiges Schreiben, datiert vom 24. Juni 1823 aus Nymphenburg, der Stätte diesen Namen.
Zu Trieb zählt noch die etwas abseits am Waldrand liegende Ortschaft Degendorf, welche 1862 von der Gemeinde Mistelfeld getrennt und Trieb zugeteilt wurde.
Die Gemeinde Trieb zählt heute über 800 Einwohner und ist im Rahmen der Gebietsreform seit 1978 in die Stadt Lichtenfels eingemeindet.